Keinen Mist gebaut

Am 18. Februar war es wieder so weit: Unser Mistbeet wurde neu befüllt.

Für mich ist es immer wieder das erste Highlight des Gartenjahres, bei dem viele anpacken und an dessen Ende ein tolles Ergebnis steht: ein beheiztes Frühbeet, das ganz ohne fossile Energieträger auskommt.

Ein paar Tage zuvor war eine Fuhre Pferdemist geliefert worden, die wichtigste Zutat.P1060058

Morgens war es noch recht kühl, und der Mist dampfte ganz ordentlich. Mikroorganismen bauen ihn ab und produzieren dabei ganz viel Wärme. Übrigens: Pferdemist riecht gar nicht mal unangenehm.

Kollegen hatten den Frühbeetkasten bereits etwa 70 cm tief ausgehoben und den Boden mit einer Schicht trockenen Laubs bedeckt.P1060039

Dann begann die Muskelarbeit: Arme wie Beine wurden gleichermaßen beansprucht. Der Mist wurde schubkarrenweise in das Frühbeet gekippt und sofort gleichmäßig verteilt. Gleichzeitig musste er stark verdichtet werden, damit der wärmeproduzierende Abbau gut verläuft. Also feste mit den Füßen stampfen! Da wurde auch uns ziemlich warm.

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So wurde eine dichte Schicht Mist von etwa 40-50 cm angelegt, darauf kam noch einmal eine Laubschicht von  etwa 10 cm. Zwischendurch wurde das Ganze mit  ca. 50-60 Grad heißem Wasser begossen, um die Mikroorganismen in Stimmung zu bringen.

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Erst darüber brachten wir die Aussaaterde aus. Die Laubschichten isolieren den Mist. Hier dient der Mist nämlich nicht als Dünger. Er würden den feinen Würzelchen der Sämlinge sogar schaden. Er dient hier zur Wärmeproduktion.  Und Wärme ist für die Keimung der später auszubringenden Saat unerlässlich.

P1060077Die  Oberfläche wurde dann noch sorgfältig geglättet.

P1060081Zum Schluss haben wir das Frühbeet mit Scheiben abgedeckt. In ca. 2-3 Wochen wird die Gärtnerin wahrscheinlich die ersten Sämereien in der beheizten Erde ausbringen können.P1060088